Bericht aus dem Elbe-Weser-Raum

Cuxhaven (epd). Der Elbe-Weser-Raum braucht nach Auffassung von Experten aus Politik und Wirtschaft mehr Investitionen in Mobilität und Infrastruktur. "Das ist ein Riesenthema für unsere Mitglieder", sagte die Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Stade, Maike Bielfeldt, am Donnerstagabend, 10. Juli, bei einem Zukunftsforum in Cuxhaven. "Infrastruktur bedeutet Wachstum, Wachstum bedeutet Wohlstand." Eigentlich liege die Region günstig für Unternehmensansiedlungen. Doch es fehlten Straßen, um Waren zu transportieren.

Im Verlauf des Forums der kirchlichen Hanns-Lilje-Stiftung sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete und Verkehrs-Staatssekretär Enak Ferlemann, wichtigstes Thema für die vielen Pendler in der Region sei der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). Er spiegele einen wichtigen Teil der Lebensqualität wider. In diesem Bereich müsse erhalten und ausgebaut werden. Der Verdener Landrat Peter Bohlmann (SPD) ergänzte, der ÖPNV sei teilweise unübersichtlich. Da müsse sich in der Grundausrichtung "einiges ändern".

Der Stader Landessuperintendent Hans Christian Brandy lobte in diesem Zusammenhang Kooperationen wie die Bürgerbusse. Initiativen dieser Art seien zukunftsorientiert. Doch Lebensqualität auf dem Land sei mehr als Arbeitsplätze und ÖPNV. Auch Bildung und Kultur gehörten dazu, um Menschen trotz des demografischen Wandels in den Regionen zu halten. In beiden Bereichen könne mehr getan werden.

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